Das Erdbeben erlebt in Yokohama von Herrn Y.

Als das Erdbeben kam, arbeitete ich in meiner Zahnarztpraxis mit drei Mitarbeitern und meiner Frau. In der Praxis gab es einige Patienten und ich bin bei der Behandlung. Um 14:46 fühlte ich ploetzlich einen relativ starken (Erd) Schwung. Aber ich bin an solche Schwingungen in Japan bereits gewoehnt. Ich hoerte mit der Behandlung auf und bat meine Zahnarzthelferin, sie moege das Gas abschalten. Das Beben dauerte und wurde stärker. Dann musste ich mich sogar am Behandlungsstuhl abstützen, so stark war es. Die Menschen in der Praxis sahen sich vor Schrecken an und die Spannung erhoehte sich. Aber es gab kein Chaos. Als das Beben zu Ende war, waren alle in der Praxis zum Glück in Ordnung und es war nichts aus den Regalen gefallen.

Gleich danach fingen die Sendungen im Fersehen über das Erdbeben an. Daher erfuhr ich, dass das Epizentrum am Meeresgrund oestlich von der Miyagi Präfektur lag und die Stärke des Bebens riesig war. Weiterhin hoerte ich, dass für das gesamte Küstengebiet eine Tsunami- Warnung galt.

Ich behandelte schnell bis 16:30 Uhr alle Patienten, die einen Termin an diesem Tag hatten. Dann lies ich zwei Zahnarzthelferinnen und einen Zahntechniker früher nach Hause gehen, weil über ein Verkehrschaos im Kanto-Gebiet (Tokio und Umgebung) berichtet wurde. Zu diesem Zeitpunkt gab es auch schon die furchtbaren Bilder vom Tsunami, die immer und immer wieder im Fersehen gesendet wurden. Die Bilder überzeugten mich davon, dass das schlimmste Ereignis  in meinem Land passierte.

In der Nähe meiner Praxis gab es einen schrecklichen Verkehrsstau und in der Ladenstrasse versagte die Elektrizität. Die U-Bahn fiel aus. Der Zahntechniker und eine Helferin wohnen nicht so weit von der Praxis entfernt. Sie konnten zu Fuss nach Hause gehen. Das dauerte ca. 2-3 Stunden. Aber eine Zahnarzthelferin wohnt ein bisschen weiter weg. Sie war schon unterwegs nach Hause, aber dann kam sie noch einmal zur Praxis zurück, denn um die U-Bahn Station gab es zu viele Leute und wegen des Stromausfalls war es dort ganz dunkel. Da hatte sie Angst und übernachtete in der Praxis.

Mein Haus steht neben der Praxis. Deshalb hatte ich selbst keine Probleme mit dem Heimweg. Nach den Vorbereitungen des Abendessens und Bettes für die Helferin, sah ich zu Hause fern. Immer wieder zeigten die Nachrichten Schreckensbilder des heftigen Tsunamis. Diese Bilder schockierten mich sehr.

Mein Sohn hatte gerade Frühjahrsferien und war zum Zeitpunkt des Bebens in Yokohama unterwegs. Aber nicht weit von zu Haus. Deshalb kam er am Abend ohne Probleme nach Hause. Meine Tochter erlebte das Beben in ihrer Universität in der  Chiba Präfektur. Ich konnte mit ihr per E-Mail Kontakt aufnehmen und mich von ihrer Unversertheit überzeugen. Sie wollte nach Hause zurückkommen, aber das war unmoeglich, da die Bahnen nicht fuhren. Sie musste also dort in ihrer kleinen Wohnung bleiben, bis sich das Verkehrschaos etwas gebessert hatte.

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