Archiv der Kategorie: leben in Japan

Ein gesundes neues Jahr euch allen

Hallo Ihr Lieben

Mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Wie immer beginnt das neue Jahr mit guten Vorsätzen.
Wie sieht‘ s bei Euch aus?

Hier hat es erstaunlicherweise am ersten Januar geschneit. Das gab’s noch nie! Der Schnee ist aber nicht liegen geblieben.
Nur die Schwiegis hatten Probleme auf der Rückfahrt von Yokohama nach Osaka. Die Strasse über Nara war gesperrt, da in den Bergen und zu glatt. Auf dem Weg nach Kyoto gab es 30cm Schnee, die aber gut und schnell geräumt wurden. Also sind sie wieder gut zu Hause angekommen.

Heute: Sonnenschein aber brrr kalt.

Bis bald aus Yokohama

Ersatzkaffee

In harten Zeiten war man erfinderisch. Als es nicht genug echten Bohnenkaffee gab, hat man ihn einfach verlängert; mit Eicheln und anderen bitteren Dingen wie Zichorien.
Auch heute gibt es noch „verlängerten“ Kaffee. Den kann man billiger verkaufen. Die meisten merken den Unterschied kaum. Man soll es wohl auch nur an der Farbe erkennen, wenn man Milch hinzugibt.

Neulich schenkte mir eine Freundin solch einen reinen Ersatzkaffee. Der wird allerdings als gesunder Kräuterkaffee vermarktet und ist deshalb extra-teuer.

Koffeinfreier Chikoree-Kaffee

kaffee

Nachtrag 1

Wir wollten eigentlich eine tolle Kinderweihnachtsparty machen, damit die Japaner ein bisschen „richtiges“ Weihnachten erleben koennen.
Leider musste ich sehr viel arbeiten und daraus ist nichts geworden. Das einzige, was ich mit deutscher Hilfe (danke, Netti) vorbereitet habe,

waren diese Weihnachtsmuffins

muffins2

muffins1

verrückt aber harmlos

„Mostly hamless“ – wie es über die Erdenbewohner im Guide Book fur Anhalter durch die Galaxis ( Terry Pratchett) heisst.
Die Außerirdischen müssen wohl in Japan gelandet sein und von was sie dort sahen auf ganz Erdianien geschlossen haben.

Jedenfalls sind die Japaner nett verrückt. Denn wie lassen sich sonst diese Straßen – und Baustellenabsperrungen erklären?
hase2
hase1

Fünf Ringe 五輪 (gorin)

Fünf Ringe so schreibt man Olympische Spiele auf japanisch.

Die Japaner haben sich riesig gefreut, wieder die Spiele ausrichten zu dürfen und haben der Verkündung Hier 5:20 morgens entgegengefiebert.
Auch meine Bekannten waren fast alle sehr patriotisch und haben sich sehr gewünscht, dass die Olympischen Spiele nach Tokyo kommen.
Nur die Westjapaner (z.B.Osaka) waren weniger interessiert.

Die Reden der japanischen Sportler, die sich auf Englisch mühten ( 100x vorher geübt), waren sehr emotional. Beim Sehen moechte man fast vergessen, wie kommerziell verkommen das Event mittlerweile ist. Die Sportler verwiesen vor allem auf die Kinder, für die es ein Ansporn sei fleissig zu sein.
Ministerpräsident Abe stellte Tokyo als eine der sichersten Städte der Welt vor (was auch stimmt) und versicherte auch Fukushima sei sicher…
Seine Rede, so erfuhr man im Fernsehen, habe er 1000 mal geübt. Selbst kurz vor der Konferenz konnte man ihn in unbeobachtet geglaubten Momenten sehen, wie er englische Rede, Gestik und Mimik übte.

So gesehen, hat Tokyo verdient gewonnen. Die Japaner sind einfach am besten vorbereitet, wenn sie schon soviel Energie in die Reden legen. Aber nicht nur das. Es gibt bereits einen Olympia Fond mit bereitgestellten Geldern.

Gewonnen

Beim Einkauf meines Mittagessens im Conbini klingelt plötzlich die Kasse und ich habe ein sixpack Bier gewonnen!
Das Premium Pilz kostet dort ca. 15€ . Da freue ich mich doch, auch wenn ich gar kein Bier trinke 🙂
Also hab ich’s gleich an meine Kollegen weiterverschenkt.

20130724-120603.jpg

Ich bin eine Banane – Gastbeitrag von Yoko Wada

F7D9F7C8

Tweet von einer Banane

Ich bin eine Banane. Mit meinen Kameraden warte ich darauf, dass jemand mich kauft.

Meine Wohnung ist jetzt in einem Automaten…

In Tokio gibt es einen Bananenautomaten. Dieser Automat befindet sich in der Unterfuehrung

vom Tokio-Bahnhof (Hauptbahnhof von Tokio), neben dem Fahrkartenschalter von der U-Bahnlinie,

Marunouchi-Linie. Uebrigens, gegenueber diesem Automaten gibt es den unterirdischen

Eingang von einem Hochgebaeude, das Shinmarubiru heisst.

Diese Gegend ist das Geschaeftszentrum von Tokio. Und jeden Tag gehen viele Leute

(hauptsaechlich Geschaeftsleute) an diesem Automaten voebei.

An diesem Automaten kostet eine Banane ¥130 (=ungefaehr 1 EUR)

Zum Preis von ¥100 (=ungefaehr 80 Cent) kann man in Japan im Supermarkt

5 bis 6 Bananen kaufen.

Also, wir sind Elite-Bananen!

Kauf mich bitte!!